blau, so blau

du bist sechs jahre alt und siehst zum ersten mal die große welt. in diesem fall: ungarn. was schon furchtbar aufregend begann, nämlich mit einer eintägigen zugfahrt, die insofern nicht ganz den üblichen vorstellungen entsprach, als mutter, die alles organisiert hat, sich nicht klar gemacht hatte, dass es platzkarten braucht. (dieser fehler würde ihr nie wieder passieren!) der zug war brechend voll und vater, mutter mit ihren vier kindern standen irgendwo im gang, wo sie schließlich, angesichts der vollen und wahrhaftig reservierten abteile, versuchten, das reichhaltige gepäck so sinnträchtig zusammen zu stellen, dass man wenigstens die kleine für eine kleine mütze schlaf darauf betten konnte.
irgendwann war man dann in budapest angekommen, hatte den anschlusszug gefunden und bestiegen und nun endlich auch einen platz.
doch nicht das ist es, was dir so im nachhinein einfällt (warum überhaupt fällt dir das ein? die luft heute, allerhand jahrzehnte später, kalt und voller nebel, weckt sehnsüchte: eine verheißung der tageshitze und dieses wunderbare gefühl, dass es so wie jetzt am liebsten das ganze jahr über sein sollte.) ein leichter wind weht, der die kühle der nacht noch nicht ganz abgelegt hat. und du erinnerst dich an diesen einen morgen:

sechs jahre alt, seit zwei tagen endlich am ziel angekommen. das ziel ist ein haus im vorland von kaposvar, irgendwie ländlich, um den innenhof herumgebaut, verschlossen von einem zweimannshohen tor. im unbefestigsten hof, zentral, aber doch an der mauer zum nächsten grundstück, steht ein aprikosenbaum, auf den du erst mit hilfe der gastkinder, dann allein, schon mehrmals hinaufgeklettert bist.
an diesem morgen, das haus ist noch ruhig, die kurze hose und das blüschen sind schnell angezogen, die mutter im bad, gehst du zum ersten mal allein nach draußen.
der freundlich kühle wind weht dir zart um die nase und fühlt sich gut an. und der aprikosenbaum, von dem du stadtkind das erste mal in deinem kleinen leben überhaupt früchte direkt gepflückt und gegessen hast, raschelt verlockend. du kletterst mit den schon mehrfach geübten griffen nach oben, sitzt schließlich an dieser stelle, an der sich mehrere dicke äste gabeln, und tust, was du bei den älteren gastkindern gesehen hast. du lehnst dich zurück, liegst nun mit dem oberkörper auf dem einen ast und stützt dich mit den aufgestellten beinchen auf dem gegenüber liegenden ab.
da links über dir ist der himmel. blau, so blau. und weiter rechts die sanft schaukelnden blätter und aprikosen mit ihrer gelb-zartrosa haut. dieser baum, von dem, von den großen gewarnt (vermutlich machen alle eltern das), man zuviel von den früchten nicht essen soll und schon gar nicht danach wasser trinken, scheint in seiner fülle schier unerschöpflich.
und du liegst da, schon glücklich vom anblick dieses blau und gelb und rosarot und grün. du liegst einfach da und lässt die dinge geschehen. ein bisschen wind, viel farbe und vollkommene zeitlosigkeit.

schauauf
aber in deinem alter ist zeit ohnehin ein sehr merkwürdiges konstrukt. die erwachsenen sehen es immer anders als man selbst.
und weil du so versunken bist, entgeht dir, wie es im hause lauter und lebhafter wird. und erst sehr viel später wird dir die mutter erzählen, wie sie alle durchs haus gelaufen sind, dich gesucht und nach dir gerufen haben. wie sie aus allen fenstern hinaus auf den hof sahen. aber dich, da oben im baum, sehr lange zeit nicht entdeckten.

als sie dich fanden, war die wiedersehensfreude größer als der ärger, so dass dein kurzes glück, da oben im baum, dir nicht verloren gehen konnte.
wer weiß, vielleicht war dies in deinem leben der erste vollkommen menschen- und dingeunabhängige glücksmoment. so etwas wie eine vorahnung der schöpfung?
so oder so. diese momente haben ausgereicht, sich über ein halbes jahrhundert zu halten. und das ist mehr, als man von so viel anderem sagen kann.

Frau am Fenster

Wenn ich über die Stadt schaue, ist da dieses eine Fenster, hinter dem eine Frau steht. Scheinbar unermüdlich bewegt sie das Bügeleisen mit gleichmäßigem Schwung und betrachtet ihr Werk beinahe andächtig. Regelmäßig hebt sie die Wäschestücke fast liebevoll an und ordnet sie auf dem Bügelbrett neu. Schwingt den Arm, hebt an, streichelt über den glatten Stoff und glättet den, der noch nicht gebügelt ist, damit keine Falten entstehen.
Sie bügelt nur und ausschließlich große Stücke. Und dass sie es in dieser Menge und mit solcher Häufigkeit tut, lässt darauf schließen, dass sie mehr als nur eigene Wäsche bügelt.
Vor meinem inneren Auge entsteht das Bild früherer Büglerinnen, die sich auf diese Weise zu Hause Geld verdienten, weil sie der Kinder wegen nicht außer Haus arbeiten konnten. Auf dem Ofen stand stets ein Bügeleisen zum Aufheizen, während das andere in Benutzung war. War das eine abgekühlt, wanderte es auf den Ofen und das von dort wurde in Benutzung genommen.

 

laplanchadora

(Edgar Degas: Die Büglerin)

 

Auch wenn diese Frau da hinter dem Fenster so leicht und ein wenig verträumt aussieht, verkenne ich nicht, wie schwer der Job ist, wie sehr er in die Knochen geht. In den Arm, der nie ein Krafttraining brauchen wird, in Beine und Rücken, die vom stundenlangen Stehen sicherlich schmerzen.
Und ich frage mich, warum man sich das heute noch antut. Schon meine Mutter brachte in meiner Kindheit die auf der Wiese (in den ersten Jahren sogar liegend; dieses Rasenstück hieß Zeit meines Lebens „Wäschebleiche“ ) getrockneten großen Wäschestücke in die Heißmangel. Die Kunst bestand nicht darin, zu mangeln, sondern darin, die Wäsche richtig, das heißt: glatt bis in die innersten Lagen hinein, in die Mangel „einzufädeln“. Denn waren die Stücke erst einmal in der Mangel, konnte man nichts mehr richten. Und faltig gelegte Wäsche kam mit noch schlimmeren Falten heraus. Jedenfalls ging das so viel schneller als bügeln. Und es duftete so gut wie nichts seither wieder.
Während der graue Himmel sein Licht dimmt und schließlich ganz den freundlich gelben Straßenlaternen weicht, sticht das grelle Neonlicht des Bügelzimmers unter dem Dach, das keinen anderen Zweck zu haben scheint, aus der Dunkelheit hervor und wird erst nach Mitternacht gelöscht.

Die Schmunzler

Ich bin durchaus ein Freund, ja gar Verfechter, der vielfältigen Sprache und denke oft, wenn wir noch lange so sprechen, wie wir das heute tun, wird unsere Sprache sterben, untergehend in einem Wust von Kürzeln, Fremdsprachverballhornungen und Zeichensprache. Deswegen bemühe ich mich, zum Spracherhalt beizutragen, indem ich Worte wie „gleichwohl“, „obschon“ (gerne auch in der Form des „obzwar“ ) oder „quasi“, gerne auch als „gleichsam“ im Alltag verwende.

Und dennoch: Es gibt Worte, die nach meinem Empfinden zu altmodisch sind, weil sie den modernen Alltag, also sein Lebensgefühl, nicht wirklich widerspiegeln. So ein Wort ist „schmunzeln“, das (mir ist das schon klar) eine sehr spezielle Form des Lächelns meint, aber zu wenigen heutigen Menschen noch passen will. Dennoch (achten Sie mal drauf) wird es in der modernen Literatur häufig verwendet. Was wohl den Grund in eben dieser Spezialität des Lächelns hat. Würde man „schmunzeln“ und die Situation, die es hervorruft oder erfordert, erklären müssen, wäre das ungleich mühseliger als dieses Wort hinzuschreiben. Und dennoch wäre es hilfreich, TÄTE man das.

Stattdessen schmunzeln die Leute auf Teufel komm raus und erweisen sich dabei als neckische Schelme, die die Menschen der Neuzeit selten sind. Jedenfalls nicht so oft, wie es in den Büchern den Anschein hat.

Besonders auffällig dabei: Die modernen Protagonisten schmunzeln häufig in partnerschaftlichen Szenarien. Was ich schlichtweg für Faulheit halte. Ich kenne einen Autor, bei dem ich „schmunzeln“ lesend (ich sage nicht, wer das ist), schon …zich Seiten vorher weiß, dass diese Beiden irgendwann miteinander ins Bett steigen werden. Das ist doch öde, umso mehr, als es sich bei „schmunzeln“ ja um kein sexuell konnotiertes Verb handelt.

Schmunzeln ist, um das noch einmal zu sagen, ein kleines Lächeln, das eben nicht für großes Gelächter reicht, einerseits, aber eben auch wegen seiner Kleinheit zur geheimen Verständigung zwischen miteinander Vertrauten dient, andererseits. Menschen schmunzeln, wenn sie den kleinen Humor einer Situation erkennen und dies dem anderen mitteilen wollen. Das KANN auch etwas mit Sex zu tun haben. Aber es ist eine Vertrautheitsgeste, die irgendeinem anderen Vertrauten gilt.  Verwende ich sie in Romanen, setze ich voraus, dass der Leser Bestandteil ebendieser Vertrautheit wird.

Welchselben Gedanken ich strikt von mir weise. Nur, weil ich im Zuge des Lesens die Protagonisten zunehmend kennenlerne, gehöre ich dennoch nicht zu ihrem inneren Kreis und möchte vom Autor auch nicht so behandelt werden.

Wenn ich im Alltag schmunzele (was selten genug der Fall ist), ist das ein kaum sichtbaren Verziehen der Mundwinkel, WEIL es eben nicht von jederman gesehen werden soll. Nur die Betroffenen, sprich: jene, welche wissen, was ich in diesen Momenten innerer Belustigung denke, sollen wissen, dass auch ich den Humor dieser Situation sehe; für viele andere gilt das womöglich nicht. Wäre ich mit dem Betroffenen allein, gäbe es keinen Grund für diese Heimlichkeit und ich würde womöglich lauthals lachen.

„Schmunzeln“, wie es heute – nach meinem Empfinden – so unangemessen häufig in der Literatur vorkommt, ist nichts anderes als ein Ausdruck von Faulheit. Und außerdem Indiskretion. Die Schmunzler verständigen sich miteinander und nicht mit dem Leser oder Zuseher. Allein das ist der Sinn des Schmunzelns.

Bitte, verehrte Autoren, merkt euch das endlich, denn jedes Mal, wenn ich in Büchern „schmunzeln“ lese oder höre, möchte ich selbige am Liebsten sofort in die Ecke werfen, mindestens aber ausschalten.

Sie schmunzeln früh.

sie schmunzeln spät.

Sie schmunzeln,

wenn´s zur Arbeit geht.

Sie schmunzeln selbst im Bette

mit dem Partner um die Wette.gehweg

Unterwegs

Zug gefahren. Dienstlich, Ungern, weil der Luxus des Alters, die Gleitzeit, fällt damit weg. Die Deutsche Bahn übernimmt das Regiment. Und mein bescheiden an den Vertreter heran getragener Wunsch, man möge doch nur eine Viertelstunde später anfangen mit dem, was ich „Freundschaft mit allen Völkern, vor allem der Sowjetunion!“ nenne (weil es so verdammt an die ideologischen Schulungen von damals erinnert),  ward schlichtweg ignoriert.

Also stand ich morgens um fünf auf für eine Veranstaltung, die morgens um neun begann. (Ob die fünf und neun vielleicht groß zu schreiben sind, ist mir wurscht. Ich bin müde um diese Zeit.) Und ich mag es nicht, wenn der Zug beinahe sofort grottenvoll ist.

Noch weniger mag ich es, wenn neben mir Jünglinge zu sitzen kommen (und, bitte!, wir reden hier nicht von zwei, drei Straßenbahnhaltestellen) die gestern irgendwie Ungutes gegessen haben. Der Knabe hat eine Haut wie Porzellan, die mich an meinen Enkel erinnert (bevor der anfing, mit einer Bassstimme zu sprechen), weswegen ich geneigt bin, ihm sogar sein – ok. bescheidenes – Manspreading nachzusehen. Vielleicht ist das so, dass Jungs, kleine wie große, ihre Piephähne frei lagern müssen. Was ich aber nicht vertrage, ist der Umstand, dass er so ca. ab Minute 20 fürchterlich zu pfurzen beginnt. Frau hört es nicht, aber sie riecht es. Hofft auf die nächste Haltestelle, an der die Türen aufgehen und Frischluft hereinkommt, um sehr schnell zu merken, dass diese Sache da keine momentane ist.

Ich esse – und zwar unentwegt – Pfeffies, um die olfaktorischen Eindrücke zu überstimmen. Ich lausche, und zwar mit großer Begeisterung, diesem Hörbuch mit einem Känguru. Ich lächle deswegen gelegentlich. Ich schau an den Bahnhöfen nach draußen und wundere mich.

So viele Mädchen und junge Frauen laufen herum (Ja, es ist kalt!) mit diesen Bommelmützen, deren Bommeln aus Pelz bestehen. Und mir fällt dabei ein, dass immer dann, wenn so etwas (oft aus China kommend) angeboten wird, von Kunstpelz die Rede ist, aber in Wahrheit richtige Tiere … eh schon wissen.

Der Chinese, hörte ich, hats nicht so mit dem Tierschutz. (Damals, als ich diesen Freund, der mich wirklich mochte und  finanziell ganz gut da stand, sehnsüchtig nach einer Nerzjacke … ja, nun, ich hab nur laut gedacht! … war der ganz entsetzt.) Da laufen diese Mädels, die nicht wissen, was Kunst- und was Echtpelz ist auf ihren Schädeln. Aber jedenfalls laufen sie ziemlich angestrengt, denn diese Bommeln da oben scheinen ziemlich schwer. Was sie komisch aussehen lässt und mich, die ich mich gerade von Pupsgerüchen ablenken wollte, auch nicht heiterer stimmt.

Der Knabe, der offenbar (ich hätte es mir anders gewünscht) wirklich und wahrhaftig zum gleichen Zielbahnhof strebt wie ich , rührt sich bis zur allerletzten Minute nicht von seinem Platz. Die Gerüche sind mir jetzt schon ganz egal. (Nicht, dass ich sie nicht mehr bemerken würde.) Aber ich zöge gern meine Jacke an, was schwierig ist, wenn da einer sitzt wie ein Stein. Also fange ich an, mich auf meinem halben Quadratmeter in meine Jacke einzufädeln. Einen winzigen Moment lang, als meine Hand und mein Ärmel ziemlich nahe vor seiner Nase sind, schaut er etwas irritiert, zieht aber keine Erkenntnis heraus. Und dann lässt er mich weiter knoddeln, statt seinen faulen jugendlichen Arsch anzuheben, weil wir ja alle kurz vorm Ausstieg sind.

okboomer

warum die (jungen) leute heute bloß immer denken, sie allein seien so besonders und auf der höhe der zeit und wir alten wären irgendwie immer schon alt gewesen?

abgesehen von der tatsache, dass sie, die jungen, damals, als wir jung waren, einfach noch nicht da waren und also uns glauben müssen, was wir so erzählen, sind die dinge heute, von reinen äußerlichkeiten abgesehen, ja nicht so viel anders als dazumal. auch wir damals hielten unsere eltern für rückständig aus mancherlei gründen und meinten, der welt ein neues gesicht geben zu müssen. in teilen ist das gelungen, andernorts nicht so sehr. kein grund, uns vorwürfe zu machen. den rest können generation  X und Y ja selbst erledigen.

was sie gleich tun können, ist sich die erkenntnis zu eigen zu machen, dass noch alle jungen in allen gesellschaften sich furchtbar gescheit fanden, ehe sie dann selbst alt wurden und ihrerseits von den jungen … eh schon wissen.

davon wussten vor goethe:

„Wie trägst Du so behaglich
Der tollen Jugend anmaßliches Wesen?
Fürwahr, sie wären unerträglich,
Wär‘ ich nicht auch unerträglich gewesen.“

schon aristoteles:

„Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere heutige Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.“

und viele andere zu berichten.

insoweit nichts neues auf dem erdenrund. der einzige, aber wirklich gravierende unterschied ist lediglich der, dass es früher noch kein internet und keine memes gab.

Streit der Generationen

ps: dass derjenige, der mich mehrfach „boomer“ nannte, dies gerade heute tat, wo das moma von der bewegung berichtet hatte, ist natürlich reiner zufall.

denn generation Y schaut ja kein „staatsfernsehen“. 😉

 

 

Was machen die da?

Als der Halbgare (Gott! Er ist inzwischen 35 und ich nenne ihn immer noch so.) neulich bekannte, dass ihm Wetter und Jahreszeit zusetzen, so rein psychisch, was ich verstehen kann, denn ein Vollzeitberufstätiger sieht kaum noch etwas vom Tageslicht in seiner Freizeit, riet ich ihm, sich endlich einen Backofen zuzulegen. (So sind sie halt heute. Sie glauben, eine Herdplatte und eine Mikrowelle reichen aus.) Ich sagte, dass dieses Zusammenrühren von was auch immer und dann die tollen Gerüche, die die Wohnung erfüllen, den Niedergang der seelischen Befindlichkeit aufhalten, gar in sein Gegenteil verkehren. Wir wandern durch die Wohnung, riechen wie auch immer Gebackenes und fühlen uns plötzlich wohl und heimisch.

Ich hoffe, er folgt meinem Rat. Denn natürlich will ich, dass es Sohni gut geht. Wollen wir das nicht alle ?(Auch wenn ich mir, auch eingedenk des zuvor gelesenen Blogs, darüber im Klaren bin, dass wir die Dinge nicht immer beeinflussen können.)

Aber in Wahrheit weiß ich, dass ich nur wenig noch tun kann, was meinen Kindern gut tut. Ich kann mit ihnen sprechen, meine – positiven – Befindlichkeiten zu übertragen suchen, aber letztlich muss ich sie ihrem Schicksal überlassen. In der Hoffnung, dass irgendeine meiner Anstrengungen helfen möge. Derweil ich mich anstrenge, mein eigenes Befinden auf der Höhe zu halten. Denn natürlich finde auch ich Herbst und Winter obermies.

Ich friere unentwegt. Wobei Kochen und Backen natürlich sehr helfen. Wenn der Herd irgend etwas tut, tut er doch auch immer das: Er strömt Wärme aus. (Manchmal fällt mir dabei der Herd in meiner ersten Wohnung ein: So ein Großmutter-Ding. Ein Fach, in das man Holz oder Kohle hineinlegen konnte. Eine Backröhre daneben. Und oben eine gusseiserne Platte, aus der man mit einem Haken Ringe herausheben konnte, damit die darauf gestellten Töpfe – full Power würde man heute sagen- das Feuer so richtig abbekamen. Vorne dran war Emaille. Das Ding heizte mörderisch und war das Mittel der Wahl, um eine ausgekühlte Wohnung wenigstens vorzuheizen.)

Nebenher jedoch, während ich Rezepte, die ich im Netz zuhauf finde, zusammensuche, frage ich mich: Wie sind die darauf gekommen?

Ich meine, neulich z.B. versuchte ich mich in Lebkuchen, die Zutaten enthielten, die mehrheitlich nicht hierzulande vorkommen. Das meiste, also das, was den tatsächlichen Geschmack ausmacht, kommt aus Nah- und Fernost. Wer konnte sich das früher leisten? Und gleich die Frage: Wer konnte es sich leisten, mit Zutaten herumzuprobieren, sie möglicherweise „in den Sand zu setzen“, der nicht über allerhand Mittel verfügte? (Also: Ab wann aßen ganz normale Menschen, Bauern, Handwerker, Lebkuchen und/ oder Stollen?)

Oder: Wer kam auf die Idee, Öl und Eier solange miteinander zu verrühren, bis es Mayonnaise ergab? Der Gedanke bietet sich doch nicht selbstverständlich an. Da wird es, denke ich, schon ein paar Fehlversuche gegeben haben. Haben die das Zeugs dann in die Pfanne geschüttet und Rührei draus gemacht?

Oder der Sauerteig (Gipfel der mitteleuropäischen Ernährung!) (und, ja, das geht ganz ohne Hefe) … wo kommt der her? Auch so ein „Unfall“ wie Penicillin? Hat da irgendwer etwas irgendwo vergessen und dann gedacht: „Schaun wir doch mal, was draus wird!“

Je mehr ich versuche, den Grundstock der Ernährung auf sein natürliches Maß zurück zu führen, umso nachdenklicher werde ich. Und ich frage mich, ob wir jenen, die nicht so sehr aufs Detail schauen mussten, nicht allerhand zu verdanken haben. Gleichzeitig aber regt sich in meinem Kopf ein Gedanke: Wie krank ist das? Mit Lebensmitteln, noch dazu teuren, rumprobieren, bis etwas total Schmackhaftes dabei herauskommt?

Erinnern Sie sich an den „Zwerg Nase“? Der kommt mir dabei in den Sinn.

 

Ambivalenz

Zuweilen komme ich mir ganz schön alt vor. Was nicht an „Rücken“ oder ähnlichem liegt, sondern an der Menge von Erinnerungen, die nicht mehr in die heutige Zeit passen wollen.

Ich erinnere mich z.B. an die älteren Nachbarn im Haus meiner Kindheit, die wahrhaftig noch einen Eisschrank hatten. Das war ein hölzerner, kleiner Schrank mit unten einem Fach, vergleichbar den heutigen Gemüsefächern im Kühlschrank, in welches allwöchentlich ein Stück Eisstange hinein kam. Geliefert wurde das mit einer Pferdekutsche, auf deren Anhänger meterlange Eisstangen lagen, die auf Eisschrankbreite zurecht gehackt und an einem Haken nach oben getragen wurden. Im Laufe der Woche schmolz die Stange und musste erneuert werden.

Da wir selbst zu dieser Zeit längst einen richtigen elektrischen Kühlschrank hatten, war die regelmäßige Eislieferung für uns Kinder jedes Mal ein Ereignis.

Anders der Mann mit diesem meterlangen Feuerzeug, der die Gaslaternen, die es bei uns am Stadtrand noch gab, abends anzündete und morgens wieder löschte. Irgendwie schien der uns normaler. Vielleicht, weil er täglich kam. Erst jetzt, im Rückblick bekomme ich das Gefühl, mich den hundert Lebensjahren zu nähern.

Auch die Vorstellung, dass Frauen früher verschiedene Essen für Kinder und Väter kochten, ist heute undenkbar. Und doch erinnere ich mich, dass es mittags, nach der Schule, das Kinderessen gab (meistens fleischfrei – Gemüsesuppe, Kartoffelpuffer etc. – oder allerhöchstens Frikadellen mit Kartoffelbrei und Soße). Es versteht sich von selbst, dass unsere Mutter mit uns Kindern aß.

Für den Abend, wenn Vater von der Arbeit heimkam, bereitete sie ein Fleischgericht. Montags gab es für ihn die Reste des Sonntagsbratens. An den anderen Tagen alles Mögliche andere, aber immer mit Fleisch, weil er der Verdiener war und am schwersten arbeitete. Dieses Essen wurde, im Gegensatz zum Kindermittag, das es in der Küche gab, im Wohnzimmer serviert. Die Tür verschlossen, damit keiner von uns dem Vater die Bissen in den Mund zählte. Nur ich, die Jüngste, witschte immer mal durch die Wohnzimmertür und wurde meist auch friedlich geduldet. Ein Fest war es, wenn ich etwas von den Beilagen (Kartoffeln mochte er nicht so gern, an die Nudeln zu kommen, war schwieriger) mit Soße abbekam.

Noch heute liebe ich Dinge mit Soße. Ein Stück Fleisch darf auch dabei sein, aber wichtig ist die Soße.

Ganz entschieden bin ich ein herzhafter Typ und weiß es, wenn Geburtstagsrunden ausgegeben werden, zu schätzen, wenn da kaltwarme Büffets herumstehen statt etlicher Kuchen. Nicht, dass ich den nicht auch äße, aber meistens reicht mir da ein Stück, wohingegen ich an Büffets äußerst bedachtsam ein Kleckschen hiervon und davon und auch von dem da noch nehme und es – ich weiß, dass ich damit gelegentlich Missfallen errege – neben einem Stückchen Fleisch genüsslich in Soße ertränke. Diese Mischung aus ganz verschiedenen Geschmäckern, die auf meiner Zunge dann tolle Geschmacksexplosionen hervorrufen, ist mir ein Wohlgefallen.

Nie geht es dabei um Menge und Sättigung. (Zeige mir heute und hier jemanden, der nicht die ganze Zeit satt ist.) Es geht immer nur um Geschmack und dieses Wohlgefühl, dass Säuerliches, Pikantes, Kräftiges hervorrufen.

Umso erstaunlicher ist es, dass ich in zunehmendem Maße meine Vorliebe fürs Backen entdecke.

Nach dem Weihnachtsstollen in der letzten Woche buk ich gestern Lebkuchen und machte nebenher einen „Kalten Hund“. Erzählte ich schon vom selbst gemachten Marzipan der letzten Woche?

Ich selbst esse ja all das Zeugs nicht. Ich bin, wie gesagt, keine „Süße“. Aber mich fasziniert diese Muckelei in der Küche. Ich liebe diese Gerüche. Und ich mag es, andere Menschen zu erfreuen. Ich koste gerade so viel, um feststellen zu können, ob ich das, was ich da (oft zum ersten Mal) zusammenrührte, anderen auch zumuten kann.

Fast scheint dies eine probate Methode, der winterlichen Missgestimmtheit zu entgehen.

So betrachtet, werden meine Mitmenschen (Nachbarn und Kollegen) noch eine Zeit lang Freude an mir haben. Den Lebkuchen fanden sie gut. Zum „Kalten Hund“ sagten sie nix. Das Marzipan lieben sie.

Und ich? … vergaß zu erwähnen, dass ich gestern neben all dem auch Frikadellen bereitete. Nicht ganz auf die herkömmliche Weise (ich mischte Sonnenblumenmehl dazwischen), die ich heute zum Mittag mit großer Freude aus meinem Kühlschrank fischte.

 

 

Pilze

Nein, nein, ich offenbare jetzt nicht meine gestrigen Erlebnisse unter psychedelischen Substanzen. Vielmehr rede ich von Hefe.

Erinnern Sie sich? Neulich sprach ich von diesem Früchtebrot, dessen Zutaten sich eine Zeit lang auf meinem Küchentisch türmten, ohne dass ich den letzten Biss (sprich: den Antrieb zum Anfangen) erhielt.

Ein paar Tage später habe ichs dann doch getan. Und siehe: Es war gut.

Dass ich nicht zu den Leuten gehöre, die Essen fotografieren (Halt! Ein Mal tat ich das doch und postete einen riesigen Thüringer Kloß mit nicht minder großer Zubehör, was alles kein gutes Licht auf uns Thüringer warf. Umso weniger, als wir zu Zeiten, in denen ich da noch lebte, nie und nimmer solch volle Teller hatten. Die Gemeinde der Vegetarier und Schlankheitsfanatiker fiel dann auch über mich mit Spott und Häme her. Aber das ist eine andere Geschichte.), sei mir in diesem Zusammenhang nachgesehen. Optisch hat das Früchtebrot nicht viel hergemacht. Was immerhin die mit-den-Augen-Esser davon abhielt, auf dass für die Mutigen mehr übrig blieb.

Damals, meine Leser erinnern sich vielleicht, machte ich auch abfällige Bemerkungen über Hefeteig (Pilze!), der als immerhin irgendwie lebendiges Zeugs sehr anspruchsvoll, weil wärmebedürftig und zeitaufwendig ist.

Gestern jedoch (ich war auf solche Anwandlungen bereits vorbereitet) dachte ich, so schlimm könne das ja nicht sein, und stellte eine Schüssel, die ich nach der Erinnerung an Mutters Gepflogenheiten mit so einer Art Nest in der Mitte versah, ins kuschlig Warme. Der Kerl ging nicht ganz so, wie ich es von damals erinnerte, aber etwas tat sich doch. Seither hätschle ich ihn wie ein Haustier, was ihn den typisch hefigen Geruch in der Wohnung verteilen lässt.

Dass ich heute morgen bei Anbruch des Tages aufsprang, weil mich die Neugier trieb, hatte etwas weihnachtliches an sich. Tatsächlich soll es ja auch ein Weihnachtsstollen werden. Was sich anbietet, da ich vom Früchtebrot noch jede Menge Zutaten übrig habe, die denen eines Stollens sehr ähnlich sind.

Es kann, ich wusste das ja vorher, noch lange dauern, ehe aus diesem klumpigen Etwas in der Schüssel ein irgendwie Schönes, Reichhaltiges und gut zu Knetendes wird.

Deshalb, zur Überbrückung, ein Bild vom damaligen Kloß, der – das gebe ich zu – meinen eigenen fotografischen Ansprüchen inzwischen auch nicht mehr gerecht wird (Ich hätte ihn zum Fotografieren ganz lassen sollen. Allerdings kann der aufmerksame Betrachter auf dem Teller gegenüber die Dimensionen sehr wohl erkennen.)

gross-wie-kinderkoepfe

Und, nein, die normalen Thüringer essen ihre (natürlich selbst gemachten) Klöße nicht so, sondern drei bis vier Nummern kleiner.

Nicht nur, damit sie am Ende nicht so aussehen:

dickerle

 

Brennen musst du!

Menschen haben Jobs oder Berufe.
Und Menschen haben Hobbys oder Leidenschaften.
Sie wissen ja, wie das ist: Jemand mochte schon immer Eisenbahnen. Oder Jemand mochte schon immer Briefmarken. Und irgendwann verselbständigt sich die Sache irgendwie.

Das Wetter ist doof, im Fernsehen läuft nix Interessantes.
Dann geht man halt in den Keller, wo die Modelleisenbahn aufgestellt ist oder holt die Briefmarkenalben ´raus. Im günstigsten Falle ist die Sache verbunden mit Träumen.
Der Modelleisenbahner war erfolgreich auf der Jagd nach einem ganz bestimmten Zug, der im wahren Leben auf einer ganz bestimmten Strecke fährt, die wahrscheinlich nicht gleich hinterm nächsten Hügel liegt, und während er werkelt und schraubt und all das stellt er sich genau diese tollen Strecken vor. Irgendwann, so denkt er sich, wird er auch einmal mit diesem richtig großen Zug fahren und diese Hügel, die er da auf seiner Platte aus Pappmaché und all diesem anderen Zeugs nachgebaut hat, in echt sehen.
Beim Briefmarkensammler ist das ähnlich: Er betrachtet die dreieckige Marke aus der Mongolei und hat im Hinterkopf sich selbst, irgendwann, wie er auf einem ungesattelten Pferd durch die Steppe reitet und am Abend an einer von diesen Jurten Halt macht.
———-
Leidenschaften gehen weiter. Sie belassen es nicht beim Träumen. Wahrscheinlich haben auch sie den von ihnen Befallenen lange Zeit träumen lassen. Aber irgendwann packt er es an. Schmeißt vielleicht das Briefmarkenalbum weg und kauft sich einen Flugschein nebst Wörterbuch und Landkarte der Wunschregion. Die Schwielen am Hintern, sollte alles wunschgemäß laufen, gibts dann später gratis.
Aber nicht jeder geht solche großen Schritte. Manch einer macht sich auf den Weg der Beharrlichkeit. Kauft sich einen Block und ein paar Stifte oder, wenn er gleich ganz übermütig ist, eine Staffelei, Farben und Leinwände.
Was ja erst einmal gar nichts bedeutet. Letzteres fühlt sich nur wichtiger an und … irgendwie professioneller. Auch wenn es das anfangs erst einmal nicht ist. Das Material macht es nämlich ganz und gar nicht (was auch für Grafiktabletts gilt, derer schon viele als „irgendwie nicht so gut“ ins Eck gefeuert wurden) und auch kein Malurlaub in der Toskana. Klingt zwar prima, wenn man es so erzählt („Ach, ich hab im Urlaub nichts Besonderes gemacht. Ich war zu einem Mal-Wörkshop in der Toskana.“ ) (dabei nicht vergessen, den Blick in einer Mischung aus Bescheidenheit und Desinteresse in die Ferne zu richten), hat einen aber hinterher nicht wesentlich weiter gebracht. Solche Kurse sind darauf ausgelegt, eine Menge zu kosten und mindestens ein daheim halbwegs vorzeigbares Resultat hervorzubringen. Das einen künftighin als Maler ausweisen und Respekt all der anderen Unwürdigen einbringen soll.
Manchen reicht das dann schon. Besonders, wenn sie nach einem weiteren Anlauf an der heimischen Staffelei merken, dass das Ergebnis ganz und gar nicht beliebig reproduzierbar ist. Irgendwas fehlt halt doch. Und dann verschwindet die Staffelei nebst Zubehör in der Abstellkammer und das nächste Hobby muss her.
Hat es aber das Zeug zur Leidenschaft (nicht, dass es da schon eine wäre), ist das der Beginn von allerhand Aktivität. Der Staffeleibesitzer beginnt sich schlau zu machen, sitzt stundenlang vor Bildern großer Meister und versucht zu ergründen, wie die das machen. Die Sache mit dem Licht oder der Tiefe (so´n Bild hat ja letztlich nur Länge und Breite; wie kommt es, dass manche so aussehen, als könnte man hineingehen?) oder den Gesichtern. Nasen stehen vor und dennoch ist so ein Bild ja ganz flach. Alles nur und ausschließlich mit Farben? Und mit welchen (womit nicht Öl, Acryl oder sonstwas gemeint ist, sondern eben die Frage: Welche Farbe hat so ein Schatten? Der ist doch nicht schwarz?)
Über derlei Untersuchungen und vielen, vielen Ver-suchen, die oft misslingen, manchmal aber auch gelingen, können Jahre hingehen. Jahre, in denen man bei Hitze und Kälte, im Hellen oder Dunklen (gibt ja Lampen) tags oder bei Nacht in irgendeiner Weise mit der Sache beschäftigt ist, sich ans Ende des Tagwerks sehnt, damit man weitermachen kann, sich beim Einschlafen dabei ertappt, wie man Gesichter und Landschaften in der Raufasertapete sieht, in denen man von Bildern träumt und im günstigsten Falle lachend aufwacht, weil all dieses auf die-Sache-konzentriert-sein einen so aus- und erfüllt, dass da der FLOW ist. Dieses Ausblenden von allem möglichen Anderen, dieses nur-DAS-machen.
DANN ist es wahrscheinlich eine Leidenschaft, die brennt. So groß als Glücksgefühl wie nur weniges im Leben.
Wenn man Glück hat, stehen hernach ein paar brauchbare Bilder an der Wand.
Aber eine Garantie gibt es dafür nicht.

blauehaare

 

Tückisches Ding!

Sie lächelt auf einnehmende Weise zu uns nach oben. Denn jeder von uns Anfängern ist größer als sie, was mich betreffend schon sehr merkwürdig ist. Denn normaler Weise ist so ziemlich jeder größer als ich.  Was aber nichts daran ändert, dass die Anfänger wir sind. Ein bisschen unsicher jeder von uns und mehr oder weniger ungelenk.

Sie zeigt uns die Zubehör und führt uns vor, was wir zu tun haben. Mehr oder weniger geschickt tun wir es ihr nach. Dazu spielt die Musik, die sie vorsorglich mitgebracht hat. Ich selbst finde das ja störend. Umbastampf ist nicht so meins. Es beflügelt mich nicht im Mindesten.

Aber gutwillig tue ich mit. Ich habe es mir schließlich ausgesucht und bin ja auch vom Nutzen überzeugt.

Nach der Hälfte der Zeit ordnet sie sogar an, dass wir nun von dem Wasser trinken sollen (wenn wir mögen), das jeder von uns der Empfehlung bei der Anmeldung folgend mitgebracht hat. Wir sind, obwohl da vorab gar nicht so viele Worte fielen, ziemlich gut vorbereitet. Wenn auch nicht auf die Sache selbst. Die ich ziemlich überraschend finde. Ich hatte es mir einfacher vorgestellt. Schließlich wusste ich von früheren ähnlichen Anlässen her, dass es gar nicht so schlimm ist.

Nicht, dass ich es jetzt wirklich schlimm fände, aber doch anstrengender als gedacht.

Zwischendurch merke ich immer mal wieder, wie mir die Hose am verschwitzten Hintern klebt. Und da schwitze ich eigentlich recht selten.

Bis zum Schluss ungebrochene Zuversicht ausstrahlend, bringt sie es nach einer guten dreiviertel Stunde schließlich zu einem Ende.

Während ich mich umziehe, denke ich: „Tückisches kleines Ding!“.

Wer denkt sich denn, dass 45 Minuten Reha-Sport mit Matte und einem harmlos aussehenden Gymnastikball einen so auspowern können. Und da weiß ich noch gar nichts davon, dass es nicht einmal zwei Stunden brauchen wird bis ich jeden, aber wirklich jeden Muskel in meinem Körper spüren werde.

 

core-training-1730330_960_720